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| Baubericht Modellbahnmodul "Windradmontage im Schwarzwald" im Maßstab H0 (1:87) |
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Nachdem unser erstes Modul "Brückenbaustelle" die ersten Modellbahnausstellungen absolviert hatte und das Feedback der Besucher, Club-Kollegen und unseren Kunden durchweg positiv ausgefallen ist, reiften Ideen heran für ein weiteres Modul. Diesmal zum Thema "Windkraftanlagenmontage im Schwarzwald". Es sollte aber nicht die 0815-Montage einer Windkraftanlage darstellen, wie man Sie schon sehr oft auf Ausstellungen sieht, sondern eine besondere Art der Montage. Mehr dazu aber im weiteren Bauverlauf. Aus den ersten Ideen und Originalbildern wurde eine erste Skizze erstellt. Was auch ein sehr wichtiger Punkt bei der Planung ist, sind die Szenen und Details, die später in das Modul eingebaut werden sollen, z.B. Gebäude, Figuren, Szenen aus dem Alltag, Ausgestaltungselemente und vieles mehr. Es ist hilfreich eine Stück- und Materialliste sowie eine grobe Kostenaufstellung zu erstellen. |
Nach dem Erstellen der ersten groben Skizze, geht es darum den Rahmen für das Modul zu konstruieren. Der Rahmen wurde, wie schon beim ersten Modul. mit 15mm Mulitplex-Platten geplant. Diese sind zwar nicht gerade ein Leichtgewicht, dafür aber umso stabiler als normale Sperrholzplatten aus dem Baumarkt. Diesmal habe ich mir die Seitenteile mit den Modul-Verbindungsbohrungen und den Kabeldurchlässen gleich beim Holzlieferanten mit einfräsen/bohren lassen. Die Maße (L 130cm x B 60cm) wurden so gewählt, dass wir das Modul mit unserem eigenen Auto auf Ausstellungen transportieren können. |
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In der ersten Planung waren die Gleise mit Radius 4 und 5 auf der Anlage um den Berg verschwenkt dargestellt. Nach der Vorstellung des Modulentwurfes kamen erste Stimmen auf, dass die Gleisverschwenkungen nicht gut für die Haftreifen und für Hochgeschwindigkeitszüge nicht sonderlich gut geeignet sind. Gut hier kann man sich streiten. Eine Eisenbahnstrecke ist in freier Natur auch nicht kerzengerade. Aber sei es drum, der Entwurf wurde darauf hin umgeplant. Da eine gerade Streckenführung in der Mitte des 60cm breiten Moduls aber zuviel Platz wegnimmt, so dass für den Landschaftsbau und Ausgestaltungsdetails wenig Fläche überig bleibt, verschwinden die Gleise nun am Anfang des Moduls in einem Tunnel und kommen erst am Ende des Moduls wieder heraus. Es wird sicherlich auch nicht jedem gefallen, da man die Züge nicht mehr groß sehen wird. Da wir aber auch mehr Augenmerk auf den Landschaftsbau und die Ausgestaltung legen, ist das die einzige Variante, mit der man alle Kritiker halbwegs zufriedenstellen kann. Durch die Umplanung wurden natürlich auch andere Gleise und Tunnelelemente, wie Portale und Stützmauern aus Hartschaum benötigt, die man zuerst einmal beschaffen musste. Der neu gewonnen Platz eröffnet die Möglichkeit, Schwarzwald-Höfe und -Häuser einzubringen. |
Nun geht es an den Bau der Modulrahmens. Dieser wird wieder, wie oben schon beschrieben, mit 15mm Multiplex-Holzplatten erstellen. Das gibt die Stabilität für das Modul. Aufgrund der geänderten Planung mit der Gleisführung durch ein Tunnel, ergeben sich auch eine andere Geländetopologie wie in der ersten Planung. Die Spannten sind länger und mit den entsprechenden großzügigen Tunnelausschnitten versehen. Die ersten Plattformen für Gebäude wurden zugesägt und mal zur Probe aufgelegt. Bei den Gebäuden handelt es sich um Kunststoffbausätze eines bekannten Hersteller aus dem Schwarzwald. Die Gebäude wurden noch gealtert, was das Aussehen noch etwas realistischer macht. In den Rahmen wurden die Bohrungen für die 4 Stützen eingebracht. |
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Die Tunnelportale, Tunnelinnenwände und die Stützmauern sind aus Hartschaum. Da auf der Modulanlage auch Züge fahren, die eine Höhe von fast 8 cm über Gleis haben, wurden die Portale und Innenwände um ca. 1 cm erhöht. Dazu haben wir die Stützmauern unten um einen Zentimeter gekürzt und den daraus entstandenen Zuschnitt dazu verwendet, einen Rahmen als Unterbau zu bauen. Auf dem Bild links kann man den Unterbau recht gut erkennen. Die Seitenstützmauern wurden angeschrägt und mittels Heißkleber an den Tunnelportalen angebracht. Zum Schluß werden noch Mauerabschlusskannten angepasst und auf den Stützmauern verklebt. Dei Hartschaum-Tunnelportale und Stützwände werden vor dem festen Einbau noch coloriert und graniert. |
Die 4 Stützen wurden an die Anlagenhöhe von 91,5 cm angepasst und die Bohrungen für die Befestigung der Füße am Modul hergestellt. Die Schraubfüße wurden eingebaut und mit Filzgleiter versehen. Diese haben wir schon bei unserem Modul Brückenbaustelle im Einsatz. Die Filzgleiter sind vor allem für Hallenböden gut geeignet und schützen den Boden vor Beschädigungen, wenn das Modul verschoben werden muss. Im nächsten Arbeitsgang wurden weitere Spannten zugesägt und angepasst. Somit wird langsam auch die Landschaftskontur sichtbar. Die Schraubenlöcher wurden mittels Holzreparaturspachtel verspachtelt. |
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Nachdem nun alle Spannten soweit zugesägt und angepasst wurden, ist es Zeit für eine erste Stellprobe. Die Plattformen für die Gebäude, die Windkraftanlagenbaustelle und die Straße werden eingesetzt (aber noch icht verklebt oder verschraubt). Die eingeplanten Gebäude und die ersten schweren Geräte werden an die entsprechendne Positionen gestellt. Man kann langsam erahnen, wie das Modul/Diorama mal aussehen könnte. Bis zur fertigen Landschaft sind es aber noch einige Planungs- und Arbeitssstunden. Wie schon beim Modellbahnmodul "Brückenbaustelle" sollen hier spezielle Bäume zum Einsatz kommen. Diese wurden wieder bei André Steinbrecher bestellt. Da das Windrad eine ungefähre Narbenhöhe von ca. 95 cm haben wird, bedarf es auch vorbildgerechten Tannen und Fichten. Diese werden ca. 30 - 35 cm Höhe haben, was in der Natur ungefähr einer 30 m Tanne/Fichte entspricht. Die im Handel erhältlichen Bäume sind teilweise zu klein für den Maßstab. |
Die vier Stützen wurden montiert und das Modul so auf eigenen Beinen gestellt. Wirkt doch schon sehr impossant. Hier auf dem ersten Gesamtbild des Modul kann man die Dimension des gesamten Modul sehen. Wie schon erwähnt wird das Windrad ca. 95 cm hoch sein, der Turmdrehkran hat mit Ausleger eine Höhe von ca. 110 cm. Wenn nun alles passt, werden im nächsten Schritte die Spannten und der Grundrahmen verklebt und verschraubt. Danach werden die Gleise im Tunnel ausgerichtet und befestigt. Die Zwischenräume zwischen den Spannten werden mit Styrodur/Hartschaumplatten ausgefüllt. Diese ermöglichen eine bessere Montage der Bäume und Sträucher. Desweiteren geben Sie zusätzlichen halt und müssne nicht unbedingt verklebt werden, was ein Austauschen jederzeit ermöglicht. Dieses Verfahren hat sich schon beim Brückenbaustellen-Modul bewährt. |
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